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Frühlingsabend
Die ganze Bandbreite konzertanter Musik, Märsche und Polkas bis zu Swing und Rock-Pop, waren auf dem Frühlingsabend in der Kulturhalle in Dielheim
zu hören. Das Erwachsenen-Orchester unter Leitung von Joachim Götz eröffnete seinen Part mit dem Konzertmarsch „Band Meeting“ von
Kurt Rehfeld, eingeleitet von Trommel-Solo und angeführt von der Fanfare. Schwungvoll weiter ging es mit der Polka „Böhmischer Traum“,
mit der man die „Scherzachtaler Blasmusiker“ unter Anton Gälle und ihrem unverwechselbaren Sound auf die Bühne holte.
Kamelien, Mimosen und Oleander, Blütenstaub und laue Mittelmeerluft zauberten die Musiker mit der melodischen Serenade „Tessiner Frühling“
von Adolf Angst in die liebevoll dekorierte und vollbesetzte Kulturhalle. Rhythmisch, locker und lässig präsentierten sich die Saxophonisten bei
„Swinging Sax“ von Karl Pfortner.
Die Musiker zeigten mit „The Best of Beatles“ von Kurt Gäble, in dem viele Tophits zu einem erfrischenden Arrangement zusammengefasst sind,
dass Rock und Pop ihre Schrecken verloren haben und es Spaß macht und auch eine Herausforderung ist, diese einst so revolutionären Klänge zu spielen.
Nicht weniger mitreißend die Musik zu „Mamma Mia“. Treffend die Beschreibung des ABBA-Musicals durch die Moderatorin Simone Ronellenfisch-Herb, die
wieder charmant und gekonnt durch den Abend führte: „Man nehme zwei Dutzend Welthits, füge einige knappe Dialoge der 70er Jahre hinzu, fertig ist ein
Musical, dass das Publikum buchstäblich von den Sitzen reißt.“
Joachim Götz, der sehr präzise und authentisch dirigierte, hat das Erwachsenenorchester des Vereins erst im Dezember des vorigen Jahres übernommen.
Er spielt in der Stadtkapelle Wiesloch die Bassklarinette und ist dort Vizedirigent, außerdem unterrichtet er schon seit zwanzig Jahren die Fächer Klarinette
und Saxophon an der Musikschule Horrenberg-Dielheim. Wie er gegenüber der RNZ erklärte, möchte er die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers fortsetzen
und ein breites Repertoire, von konzertanter Musik bis zu Rock/Pop, erarbeiten. Sorge macht ihm die etwas schwache Besetzung von Tuba, Klarinette und Trompete, die durch
berufliche Veränderungen und Wegzug von Musikern entstanden ist. Er hoffe, dass der Verein in der Zusammenarbeit mit der Musikschule und der Grund- und Hauptschule
Nachwuchs heranzuziehen kann.
Dass es mit dem Nachwuchs gar nicht so schlecht bestellt ist, bewies die Jugendkapelle unter Leitung von Daniel Friedrich. Mit „Brahms Finale“, „Maria,
Maria“ von Carlos Santana, dem Titelsong „Say you, Say me“ des Films „White Nights“ und der Titelmelodie des Kinofilms „Pokemon“
zeigten die jungen Musikerinnen und Musiker, dass sie nicht nur über ein breites Repertoire verfügen, sondern auch schwierige Stücke mit Bravour meistern.
Ein Lob für den jugendlichen Dirigenten, der die Musiker mit Engagement und Einfühlungsvermögen führte. Zusammen mit seinen Percussion-Kollegen
Markus Grimm, Daniel Feurer, Daniel Friedrich und Sebastian Riedling hatte er auch „Prolog and Fight“ einstudiert, in dem sich zuerst die einzelnen
Instrumente vorstellen, bevor sie ebenso gekonnt wie eindrucksvoll „gegeneinander kämpfen“.
Die „Best in Class – Gruppe“ besteht aus Jugendlichen, die an einzelnen Instrumenten ausgebildet werden und sich darüber hinaus einmal in der Woche treffen, um gemeinsam zu üben, bevor sie „reif“ für die Jugendkapelle sind. Auch sie zeigten unter Leitung ihrer Ausbilderin Melanie Beierle ihr Können.
Den Auftakt zum Frühlingsabend hatte unter Leitung von Annika Gramlich und Isabell Hotz die „Flötenbande“ übernommen,. Unterstützt
von ihren Ausbilderrinnen oder einzelnen Musikern der Jugendkapelle, bewiesen die sieben jungen Mädchen, dass sie erste Schritte auf der Blockflöte
bewältigen und das Gelernte ohne Scheu vortragen können.
Das Publikum genoss den abwechslungsreichen und vergnüglichen Abend und belohnte die durchweg auf hohem Niveau gebotenen Vorträge mit reichlich Beifall.
Anton Ottmann
Ehrungen beim Frühlingsabend
Karlheinz Maier und Christian Maier vom Musikverein Dielheim und Georg Werkmann vom Blasmusikverband Rhein-Neckar ehrten Wolfgang Lehmann und Laura Fuchs für 10 Jahre und Thomas Huber für 20 Jahre aktive Tätigkeit im Verein, Walter Hartmann wurde nach 35 Jahren zum Ehrenmitglied ernannt.
Für 25 Jahre passive Mitgliedschaft wurden geehrt: Alfred Fischer, Eugen Greulich, Anette Muders, Harald Rausch, Bruno und Cäcilia Ronellenfisch, Ewald und Ursula Sommer, Albert Wipfler und Bernd Wolbert. Für 40 Jahre wurden zum Ehrenmitglied ernannt: Walter Haberkorn, Helga Michalowsky, Heinz Schmidt und Reinhold Stadter.
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